Der erste EPD-Projectathon 25.9. -29.9. 2017 in der Schweiz

 

Der erste schweizer IHE-Projectathon fand Ende September auf dem Campus Liebefeld bei Bern statt. Uptime Services AG (Uptime) sowie 15 weitere Anbieter von eHealth Lösungen aus 4 Ländern, haben diese Möglichkeit genutzt, um ihre Produkte auf Konformität und Interoperabilität zu testen. Das heisst, es wurden in verschiedenen Gruppentests Anwendungsfälle aus dem elektronischen Patientendossier (EPD) simuliert wie beispielsweise die Rechteverwaltung oder gemeinschaftsübergreifende Aufgaben. Begleitet wurden die Teilnehmer von 13 Schiedsrichtern, sogenannten „Monitoren“ und 8 Mitarbeitenden, die den Ablauf unterstützten. Zudem waren die zentralen Abfragedienste (BIT) und die zentrale Ausgleichsstelle (ZAS) vertreten.

Bei dieser Art „LAN-Party“, die es in dieser Form nirgends gibt, nahmen ca. 79 IT-Spezialisten teil, welche die Infrastruktur einer Stammgemeinschaft betrieben haben, die künftig dem Patienten die Eröffnung eines EPD erlauben oder die administrativen Aufgaben im Zusammenhang mit dem Unterhalt des Dossiers ermöglichen.

Der Projectathon ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Zertifizierung der EPD-Gemeinschaften, da von Gesetzes wegen, verschiedene technische Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, die nun auch auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden konnten. Im Mittelpunkt stand es zu lernen und Unklarheiten, Lücken oder Fehler in den Spezifikationen, Testbeschreibungen, Tools und schliesslich in den Systemen zu identifizieren, zu füllen und zu korrigieren. Die IT-Systeme wurden nicht nur untereinander, sondern auch gegen die EPD-Referenzumgebung getestet, die grösstenteils auf der Test-Management-Software (Gazelle) basiert. Diese Software kommt auch bei den jährlichen und internationalen IHE-Connectathons, auf deren Idee der Projectathon basiert, zum Einsatz.

Auch die IT-Spezialisten von Uptime haben gern an dieser Veranstaltung teilgenommen und schätzten die Möglichkeit sich in einer so einzigartigen Umgebung austauschen und Erfahrungen zu sammeln. Bis zum nächsten Projectathon, der im September 2018 geplant ist, werden sie sich nun erst einmal auf den Connectathon im Frühling, in Den Haag, vorbereiten.

 

Zitat Christian Behringer (Head of Development, Uptime Services AG):

«Der Projectathon war für unser Entwicklungsteam sehr wichtig, da sich gezeigt hat, dass es nicht reicht die Spezifikationen 1:1 in Software umzusetzen. Die Spezifikationen waren stellenweise zu wenig präzise und der direkte Kontakt zu den anderen Herstellern war unerlässlich, um praxisorientierte Problemstellungen gezielt zu adressieren und zu lösen. »

Das Uptime-Team beim IHE-Projectathon 2017

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